Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Zábrdovice
Am linken Ufer der Svitava wurde im Jahr 1209 von Leo von Klobouk ein Prämonstratenserkloster mit der romanischen Kirche St. Kunhuta gegründet, dessen Funktion Ende des 13. Jahrhunderts von der neu erbauten Klosterkirche Mariä Himmelfahrt übernommen wurde. Das Kloster wurde mehrmals beschädigt und von feindlichen Truppen geplündert. Nach dem Einmarsch der Schweden wurden das Kloster und die Kirche zerstört. Danach begann die schrittweise Restaurierung des Klosters und vor allem der Bau einer neuen Klosterkirche im Barockstil (in den Jahren 1661-1669) nach einem Entwurf des Wiener Architekten Giovanni Pietro Tencalla. An der Dekoration des Innenraums waren führende Künstler der damaligen Zeit beteiligt: der Maler Franz Anton Maulbertsch – er ist der Autor des Gemäldes der Himmelfahrt der Jungfrau Maria am Hauptaltar (um 1780), die Maler Josef Winterhalder jr. (Autor z. B. der Freskenverzierung am Gewölbe des Presbyteriums und des Kirchenschiffs), Martin Jan Schmidt und Jan Jiří Etgens, der Bildhauer Ondřej Schweigl und andere.
Das 18. Jahrhundert war für das Kloster eine große Blütezeit. In den Jahren 1753–1755 wurde beispielsweise eine Seitenkapelle der Jungfrau Maria Čenstochovská an die Kirche angebaut. Bei den Reformen von Joseph II. wurde das Kloster aufgelöst und ein Militärkrankenhaus eingerichtet, das seinen Zweck bis heute erfüllt. Aus der Klosterkirche wurde eine Pfarrkirche, welche heute zu einem der wertvollsten frühbarocken Kirchengebäude in Brünn gehört.
Öffnungszeiten
Im Rahmen des Projekts „Brno und seine Kirchen 2025“ sind folgende Veranstaltungen (vom 15. Juni bis 15. September) besonders geöffnet:
SO 14:00-18:00
Adresse und Kontakt
Lazaretní/Zábrdovická Straße, Haltestelle: Vojenská nemocnice
615 00 Brno